DBI Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg
DBI-Gruppe Slogan

Power-to-Gas - JETZT in die Zukunft investieren!

Auch das 8. DBI-Fachforum ENERGIESPEICHER wieder ein voller Erfolg.

Bereits zum achten Mal in Folge veranstaltete die DBI - Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg (DBI) ihr DBI-Fachforum ENERGIESPEICHER in Berlin. Eine fast ausgebuchte Veranstaltung zeigt das hohe Interesse und die Wichtigkeit der Technologie Power-to-Gas (PtG). Vom 26. bis 27. September 2017 informierten und diskutierten Experten und interessierte Fachkollegen über diese Technologie, deren Marktchancen, bestehende Geschäftsmodelle sowie über Ergebnisse und Informationen aus abgeschlossenen bzw. laufenden Forschungs- und Demonstrationsvorhaben. Aufgrund von bestehenden Kooperationen mit Universitäten bzw. Hochschulen konnte die DBI auch in diesem Jahr Nachwuchswissenschaftler unterstützen. Studierende der Heinrich-Böll-Stiftung sowie der HTWK Leipzig nutzen die Möglichkeit sich an den Diskussionen zu dieser zukunftsträchtigen Thematik zu beteiligen.

Teilnehmer des DBI-Fachforums 2017 | © DBI-Gruppe
Teilnehmer des DBI-Fachforums 2017 | © DBI-Gruppe

Mit seinem einleitenden Vortrag zum ersten Themenblock „Ergebnisse aus der Forschung“ zeigte René Schoof (Uniper) zu dem Thema Entwicklung und Potenziale von PtG, dass der Einsatz dieser Technologie auch in Raffinerien ein hohes Potenzial hat. Aus seiner Sicht können durch Massenfertigung der Elektrolyse Kosten bis zu 40% reduziert werden. Das Thema Kostensenkung wurde ebenfalls von Prof. Michael Sterner (TH Regensburg) in seinem Video-Vortrag aufgegriffen, in welchem er eine deutliche Gegenposition zu den konservativen Modellannahmen, z.B. von Fraunhofer ISE und den Öko-Institut e.V., einnimmt. Er konnte anhand eigener Analysen die Bedeutung der Wasserstoffproduktion aus PtG für die Energiewende klar aufzeigen. Anja Wehling (DBI) hatte in ihrem Vortrag zur PtG-Strategieroadmap Entwicklungsszenarien verschiedener Sektoren aufgezeigt und herausgestellt, dass sich Gas an den Klimazielen orientieren muss und so zur Versorgungssicherheit eines zukünftigen Energiesystems beitragen kann. Dr. Horst Steinmüller (Uni Linz) gab einen umfassenden Überblick über die Vielzahl an aktuellen Projekten in Österreich, welche z.B. im Bereich der Industrie komplementär zu den Aktivitäten in Deutschland sind.

Den zweiten Themenblock „Handlungsschwerpunkte zum Thema PtG“ leitete Werner Diwald (performing energy) mit dem Statement ein, dass die Energiewende mehr Realismus benötigt als Idealismus, ebenso eine politische Gestaltung. Die Klimaschutzziele im Mobilitätssektor können in Deutschland und Europa für 2050 nur auf der Grundlage der Elektromobilität mit hohen Anteilen von Brennstoffzellenfahrzeugen erreicht werden. Herr Diwald sieht Wasserstoff aus erneuerbaren Energien für mindestens 70% des Mobilitätsmarktes unabdingbar. Die Kernaussage des Vortrages von Marcel Keiffenheim (Greenpeace Energy) lautete: Ohne Speicher ist die Energiewende nicht möglich. Ton von Wingerden (DNV GL) zeigte die Herausforderungen der Bereitstellung von Erneuerbarer Energie auf, im Fall, dass weite Teile des Primärenergiebedarfs gedeckt werden sollen.

Referenten & Moderatoren der Podiumsdiskussion (v.l.n.r. Prof. Krause, Schoof, Dr. Steinmüller, Keiffenheim, Diwald, Dr. Bünger, Müller-Syring
Referenten & Moderatoren der Podiumsdiskussion (v.l.n.r. Prof. Krause (DBI), Schoof (Uniper), Dr. Steinmüller (Uni Linz), Keiffenheim (Greenpeace), Diwald (performing energy), Dr. Bünger (Ludwig-Bölkow), Müller-Syring (DBI) | © DBI-Gruppe

Abgerundet wurde der erste Veranstaltungstag durch die bereits fest integrierte Podiumsdiskussion zum Thema „Ausblick zur Etablierung von PtG und Marktchancen“. Zusammengefasst waren die Grundaussagen der teilnehmenden Referenten, dass Deutschland eine Energiewende, statt einer Stromwende braucht. Die Energiewende sollte als Chance und nicht als Bedrohung gesehen werden. Hierzu bedarf es konstruktiver politischer Gestaltung aber auch einem Diskurs auf Forschungsebene, welche die Politik beraten. Aus internationaler Perspektive ist es dringend notwendig in die PtG-Technologie zu investieren, um im internationalen Wettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren. Korea, Japan und China haben die Notwendigkeit erkannt und klare Ziele formuliert, welche bereits Wirkung zeigen. So sind z.B. die asiatischen Fahrzeugkomponenten für Brennstoffzellenfahrzeuge bereits marktreif. Für eine Veränderung müsste die Politik jetzt Leitplanken setzen. Abschließend durfte jeder Referent einen Wunsch für den Koalitionsvertrag äußern. Herr Bünger wünschte sich Offenheit - nicht nur für eine sondern für eine Vielfalt an technologischen Lösungen. Es braucht politische Ziele, auf die man sich hundertprozentig verlassen kann. Herr Diwald würde gerne die CO2-Vermeidung gleichberechtigt in allen Sektoren anrechnen und Herr Keiffenheim die COP21 Ziele als Gesetz verabschieden. Eine ökologische Steuer, über die CO2-Steuer hinaus, und die gleichzeitige Reduktion der Lohnnebenkosten betrachtet Herr Steinmüller als wirksames Mittel. Herr Schoof beendete die Podiumsdiskussion mit seinem Wunsch, die Energiewende als Chance zu sehen und Deutschland weiterhin als Industrienation ganz vorne mitspielen zu lassen.

Referent Dr. Ulrich Bünger (Ludwig-Bölkow-Systemtechnik) | © DBI-Gruppe
Referent Dr. Ulrich Bünger (Ludwig-Bölkow-Systemtechnik) | © DBI-Gruppe

Schwerpunkt des zweiten Veranstaltungstages war die „Praktische Implementierung“. Dabei stellte Stephan Bauer (RAG) Untersuchungsergebnisse zum Projekt Underground Sun Storage vor, mit den hoffnungsvollen Erkenntnissen, dass keine Speicherverluste und Entmischungen festgestellt wurden. Carsten Krause (AREVA) präsentierte eine mögliche zukünftige flexible Energieanlage im Leistungsbereich bis 60 MW und wies darauf hin, dass die Leistung, z.B. zur Dekarbonisierung des Mobilitätssektors, auch mit geeigneten Anlagenkonzepten erbracht werden muss. Welche werkstofftechnischen Erkenntnisse und korrespondierende Versuche zur Entwicklung eines Pipeline Integrity Management System für Erdgas-Wasserstoffgemische durchgeführt werden müssen, erläuterte Dr. Wackermann (Fraunhofer IWM). Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines innovativen Bewertungssystems für den betriebssicheren Transport wasserstoffreicher Gase. Marco Henel (DBI) informierte des Weiteren über die Forschungskaverne im HYPOS-Projekt H2-Netz, mit dem zukünftigen Ansatz, reinen Wasserstoff zum Endkunden zu bringen. Wie in einem industriellen Unternehmen die Einbindung von PtG konkret aussehen könnte, stellte Dr. Dragan Griebel (REHAU) in seinem Vortrag vor. Martin Kopp (HS RheinMain) sprach über die strommarktseitige Optimierung einer bestehenden PtG-Anlage, die bei der Verschmelzung von Märkten flexibel genug sein muss, um trotzdem Kostenreduzierungen von 20-50% je nach Anlagengröße zu erlangen. Den abschließenden Part übernahm Dr. Ulrich Bünger (Ludwig-Bölkow-Systemtechnik) zum Thema Wasserstoff im Schienenverkehr. Auch hier bedarf es an Speicherung. Die Ablösung der Dieseltraktion wäre mit der zur Verfügung stehenden Technologie schnell möglich.

Einmal mehr zeigte sich auch in der diesjährigen Veranstaltung deutlich, dass die Technologie PtG für die Erreichung der Klimaziele und somit für die Energiewende unabdingbar ist. Dennoch fehlen für die Umsetzung die rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese sollten von der Politik verlässlich gestaltet werden, damit Unternehmen in diese Technologie investieren und sich Deutschland am globalen Wettbewerb beteiligen kann.

Die Pressemitteilung können Sie hier herunterladen.

Medienkontakt

Anneliese Tost
Telefon: +49 3731 4195-338
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Inhaltlicher Ansprechpartner

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DBI mit einem Vortrag auf Symposium "Zukunft Gas-Mobilität 2018" vertreten

Vom 10.-12. April 2018 veranstaltet die DVGW-Kongress GmbH das Symposium "Zukunft Gas-Mobilität 2018" in Berlin. Auch ein Mitarbeiter der DBI-Gruppe wird mit einem Vortrag zum Thema "Schaffung einer GIS-Online-Plattform für den Aufbau einer Flüssigerdgasinfrastruktur (LNG-GIS)" vertreten sein.  

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Entwickelte Kleinstbiogasanlagen im Kolumbianischen Fernsehen

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E-World 2018 - Besuchen Sie uns am Stand 412 in Halle 7!

Die Messe E-world energy & water in Essen ist die europäische Leitmesse der Energie- und Wasserwirtschaft. Vom 06.-08. Februar 2018 präsentieren sich wieder zahlreiche Unternehmen zu innovativen Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft – von der Erzeugung über Transport und Speicherung bis zu Handel, Effizienz und grünen Technologien.

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23. Fachtagung Nutzung nachwachsender Rohstoffe – Bioökonomie 3.0 vom 15. bis 16. März 2018 in Dresden

Unter der Schirmherrschaft von Thomas Schmidt, dem sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, findet im Frühjahr 2018 die Fachtagung „Nutzung nachwachsender Rohstoffe – Bioökonomie 3.0“ wieder in Dresden statt. Aktuelle, praxisnahe und wissenschaftliche Themen zur energetischen Nutzung auf der einen sowie der stofflichen Nutzung auf der anderen Seite führen in der Veranstaltung abermals zusammen.

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Das DBI-Fachforum Wasserstoff & Brennstoffzellen vom 7. bis 8. März 2018 in Mainz

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COP 23 – UN-Klimakonferenz 2017 – Mitwirken der DBI Gruppe

Zur UN-Klimakonferenz in Bonn nutzte die DBI-Gruppe am 16. November 2017 die Möglichkeit, das ThemaPower-to-Gas als wichtige Technologie zur Erreichung der Klimaziele und der Sektorkopplung, zu positionieren. Gert Müller-Syring, Fachgebietsleiter Gasnetze/Gasanlagen, präsentierte die Forschungsergebnisse aus der DBI-Gruppe und dem DVGW während des Sustainable Energy Day im russischen Pavillon zur Session „The role of natural gas in a low-carbon economy”.

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Am 9. November 2017 informierte die DBI-Gruppe durch Gert Müller-Syring, Fachgebietsleiter Gasnetze/Gasanlagen, die Teilnehmer des 1. Thementags der LÜKEX 2018 über die Aufgaben, die Infrastrukturelemente sowie die heutige und zukünftige Rolle der Gaswirtschaft im deutschen Energiesystem.

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2. Sächsischer Innovationstag

Am 26.10.2017 nutzte die DBI gemeinsam mit Partnern der Sächsischen Industrie Forschungsgemeinschaft e.V (SIG) die Möglichkeit, sich zum 2. Sächsischen Innovationstag der SIG in der IHK Chemnitz zu präsentieren. Dr. Jörg Nitzsche (DBI) stellte in seinem Speed Science - Vortrag „Forschung und Entwicklung zur dezentralen Wasserstofferzeugung“ das Projekt HydroGin kurz vor.

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Philipp Pietsch, DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH (DBI), stellte in seinem Vortrag am 18. Oktober 2017 zum 49. Kraftwerkstechnischem Kolloquium in Dresden das Ergebnis der „Studie zur Umrüstbarkeit von kohlebefeuerten Kraftwerksanlagen auf Erdgas in Deutschland“ vor.

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